Junkertafel

Junker Genesis REDUCED (2)
SCHLARAFFEN GENESIS

Die Geburt eines Schlaraffen und der Leidensweg der Junker.

Für die Junkertafel gestaltet von Michelangelo und Junker Erich (Reych 77).
Ich will den edlen Sassen die Geschichte nicht länger verwehren
und die Hintergründe auf diesem Bild, so gut ich kann, erklären.

Der profane Knabe, jungfräulich wie der junge weiße Uhu, der über ihm thront, beide sind unwissend, neugierig aber interessiert und naiv betont.
Vom Paten, der ihn stützt und lenkt,
bekommt er die Muschel als Zeichen des Pilgers umgehängt.

Hat er sich als Pilger dann ein Bild gemacht
und sich entschieden für diese ganze Pracht,
rückt er als Prüfling immer näher an die Junkertafel ran,
wo er nach positiver Kugelung endlich Platz nehmen kann.

Die ausgestreckte Hand des Gestrengen unter Uhus ernstem Blick,
ergreift er nun bereits als Knappe und hofft aufs große Glück.
Nach dem Knappen-Examen steigt er auf in Junkers Sphären,
und der Junkermeister lässt ihn unter der Knute so gut es geht gewähren.

Symbolisch für den Leidensweg des abgekämpften Junker,
fallen dem kleinen Uhu die weißen Federn schnell herunter.
Und mit dem angebrannten Federnrest,
hält sich der mitgenommene kleine Uhu mit letzter Kraft am Bildrand fest.

Nicht zu sehen auf dem Bild ist der Ritterschlag,
für den er sich gequält hat, Tag für Tag.
So geht es auf der Junkertafel zu.
LU-LU.

Dank und Anerkennung gilt unserem  Junker Erich (Reych 77) der den
“Leidensweg der Junker” verfasste.

 

Holmias Junkertafel hört!
von Rt Dalecarolus

Schlaraffen hört, Knappen und Junker!
Das spezifische Schlaraffische, wie ich es deute, ist die Synthese von Arbeit und Spiel, von Bemühung und Humor.
Eine zentrale Rolle spielt der Schlaraffenhumor. Unser Leitstern ist somit auch die Devise von dem römischen Dichter Quintus Flachus Horatius:
Omne tulit punctum qui miscuit utile dulci.
Wer Nutzen in das Vergnügen mischt erntet den ganzen Beifall.
Als Schlaraffen sind wir homines laborantes und homines ludentes.
Diese Synthese von Bemühung und Humor, kurz gesagt Schlaraffenhumor.

Neugier, Erwartung, Spannung erwecken unter Schlaraffenrecken.
Dann, unerwartet, den Druck loslassen unter Schlaraffensassen.
Die Absicht: Lächeln, Lachen, Freude machen.
Schlaraffenhumor ist Emphase, Originalität, wenn möglich auch Virtuosität. Emphase sind dialektale Eigenheiten, ungewöhnliche Persönlichkeiten, gewissermaßen Übertreibung unter freundlicher Reibung.
Statt expliziter Bedeutung, zweideutige Andeutung.
Statt brutaler Illumination, diskrete Illusion.
Originalität, mit etwas überraschen, nach unserer Aufmerksamkeit haschen. Schließlich, des Pudels Kern:  Was haben wir Schlaraffen besonders gern? Schlaraffenhumor lacht und versöhnt, nur der Fungierende tönt. Schlaraffenhumor ist harmlos, heiter, damit wir können machen weiter.
Schöner Geist, spontane Witze als Vitaminenspritze.
In einer trüben profanen Welt- nach der Sippung- die Lebenslust wiederhergestellt.
Diesem Ideal nachzustreben ist ein schönes Ziel im Schlaraffenspiel.
Würden wir aber zu kurz kommen, Seid nicht beklommen!
Wir müssen uns nicht mit Busch oder Bellman vergleichen
in unsren Schlaraffenreichen.
Wichtiger als literarische, reimische Eleganz sind frohe Laune, echte Toleranz.

Freudige LULU´s
von Rt Dalecarolus